Konversion
Abzug der britischen Streitkräfte
Konversion - Umnutzung der Militärstandorte
Herzlich Willkommen auf der Konversionsseite der Hansestadt Herford.
Aktuelles:
Flüchtlinge in der Harewood-Kaserne?
- ehemals: Otto-Weddigen-Kaserne
- Stadtteil: Nordstadt, Mindener Straße
- Verkehrslage: direkt an der B61, etwas außerhalb, aber dennoch gute Anbindung an die Innenstadt
- Größe: 7,9 ha
- Rückgabe: 31.07.2015
- Bestand: Unteroffizierskasino, 5 Mannschaftsgebäude, NAAFI-Shop bzw. Schulgebäude, diverse Lagerhallen und Garagen, LKW-Waschanlage, Tankstelle, Swimming-Pool
- Besonderheiten: Exerzierplatz, hoher Grünbestand
- Planung: nichtstörendes Gewerbe und Wohnen
- Verfahren: städtebauliches Konzept
Aus der örtlichen Presse konnten die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt Herford jüngst die Information entnehmen, dass das Land NRW derzeit prüft, ob die Harewood-Kaserne an der Mindener Straße nach Abzug der Briten als zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) genutzt werden könnte.
Hieraus ergeben sich eine Vielzahl von Fragen für die Herforder Bürgerschaft, insbesondere den betroffenen Anwohnern.
Verantwortlich für die Errichtung von ZUEs ist im Auftrage des Landes NRW die Bezirksregierung Arnsberg.
Fragen können hier an das Dezernat 21 - Asyl und Unterbringungsangelegenheiten - Tel.: 02931. 82-0 gestellt werden.
NW-Artikel vom 15. April 2015
Der Konversionsprozess wird durch die Eigentümerin der Kasernenstandorte, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), unterstützt.
Auch hier finden Sie Informatioen zu der Unterbringungen
von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Konversionsimmobilien.
Definiton
Kon|ver|si|on - Der Begriff Konversion findet sich in den unterschiedlichsten Fachdisziplinen wieder. Innerhalb der Stadtplanung wir der Begriff verwand, wenn von der
`...Umwandlung von ehemaligen Militärflächen in zivile Anschlussnutzungen...[die Rede ist.] Zentrale Aufgabe der Konversion ist es, zeitnah eine bedarfs- und marktorientierte zivile Wiedernutzung der aufgegebenen Militärflächen zu erreichen. Dadurch werden einerseits die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen abgefangen, die durch den Abzug der NATO-Partner oder eine Schließung von Standorten der Bundeswehr in den Kommunen entstehen. Andererseits bietet die Konversion eine Chance für die nachhaltige und flächensparende Stadtplanung und -entwicklung.´
Quelle: Bundesanstalt für Immobilenaufgaben (BImA)
Anlass
Konversion - Was hat das mit Herford zu tun?
"Am 19.10.2010 gab der britische Premierminister David Cameron [...] eine Erklärung ab, wonach die Hälfte des britischen Personals bis 2015 und der Rest bis 2020 aus Deutschland abgezogen werden soll. Diese Nachricht traf die Kommunen in Ostwestfalen-Lippe, in denen bisher britische Streitkräfte stationiert sind, unerwartet. Die Stadt Herford ist vom angekündigten Abzug stark betroffen. Im Stadtgebiet befinden sich neben den drei eigentlichen Kasernenstandorten in einer Größenordnung von ca. 278.000 m² weitere ca. 450 Wohnungen auf einer Wohnbaufläche von ca. 170.000 m². Hinzukommen Sport-, Erschließungs- und Nebenanlagen. Eigentümerin der Mehrzahl dieser Wohnungen ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
Mit Stand November 2010 sind nach Angaben der Stadt Herford cirka 850 Soldaten im Stadtgebiet stationiert. Sie wohnen hier mit ungefähr 1.250 weiteren Familienangehörigen. Bei den britischen Streitkräften in Herford sind etwa 270 Zivilangestellte beschäftigt."
(Quelle: Bericht NRW.Urban)
"Der Abzug der britischen Streitkräfte ist nach der Veröffentlichung des britischen Staatsministers für die Streitkräfte Herrn Andrew Robathan an Herrn Staatssekretär Wolff im deutschen Verteidigungsministerium vom 5. März 2013 nun konkret und verbindlich. Es ist geplant die britischen Einheiten nach England zu verlagern.Da die Standort in England neu ausgebaut werden muss, kann der zeitliche Rahmen abschließend noch nicht festgelegt werden.
Der Wohnungsbestand kann über den Abzug hinaus noch von Angehörigen der Streitkräfte genutzt werden, die in Bielefeld stationiert sind. Von dort wird der Gesamtabzug koordiniert. Es ist deshalb im Moment offen, welche Wohnungsbestände wann freiwerden.´
(Quelle: Ratsvorlage RA/31/2013, Rat 16.05.2013)
Der nun endgültige Abzug der britischen Streitkräfte stellt die Stadt Herford sowohl ökonomisch als auch planerisch vor eine herausfordernde Aufgabe. Es gilt die innerstädtischen frei werdenden Liegenschaften wieder behutsam und nachhaltig in den Stadtentwicklungsprozess einzubeziehen. Dieser Prozess muss - berücksichtigt man allgemeine Prognosen - vor dem Hintergrund eher stagnierender oder gar sinkender Einwohnerzahlen in Herford bewältigt werden.