Hallo zusammen, ich heiße Tanja Stölting. Ich leite das Jugendamt Herford, das dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Seit 30 Jahren bin ich schon Teil des Jugendamts.
Ich hatte in dieser Zeit die verschiedensten Aufgaben - zum Beispiel in den Bereichen Unterhaltsvorschuss, wirtschaftliche Jugendhilfe und als stellvertretende Leitung des Jugendamts. Als Leiterin begegne ich jeden Tag neuen spannenden Herausforderungen, an denen ich selbst wachse.
Wir blicken auf 100 Jahre Jugendamt, also 100 Jahre Geschichte zurück. Von den Anfängen mit Bekämpfung von Kinderarmut und der Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen bis hin zu einem modernen und breit aufgestellten Dienstleister für die jungen Menschen und Familien unserer Stadt – schon immer stand und steht das Wohl der Kinder im Mittelpunkt unserer Arbeit. All das war und ist nur möglich durch Generationen von Mitarbeitenden mit Herz. Ich bin stolz auf mein Team und dankbar für seinen unermüdlichen Einsatz.
Wir sind seit 2016 und 2019 im Jugendamt. Für Bürgerinnen und Bürger sind wird die erste Anlaufstelle – zum Beispiel, wenn sie eine Beratung wünschen oder eine Kindeswohlgefährdung in ihrem Umfeld vermuten. Wenn jemand nicht weiß, an wen er oder sie sich wenden soll, helfen wir und vermitteln gegebenenfalls weiter. Wir bieten aber auch selbst Beratungen zu verschiedenen Themen wie Förderung der Erziehung, Fragen zum Sorgerecht oder Trennung und Scheidung an. Bei uns können sich Bürgerinnen und Bürger melden, denn unser Telefon (05221 - 189 4440) ist während unserer Arbeitszeit immer besetzt.
Unser Job hat viele Facetten und spannende Herausforderungen. Es ist ein schönes Gefühl, wenn wir Menschen, insbesondere Kindern, helfen können. Denn um das Kind und dessen Familie dreht sich unsere Arbeit.
Hallo zusammen, mein Name ist Sabine Ossenbrink. Ich bin Sozialarbeiterin beim Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) im Jugendamt. Dort arbeite ich schon seit 30 Jahren.
Bei meiner Arbeit steht im Mittelpunkt, Kindern eine Stimme zu geben, die nicht für sich selbst einstehen können. Familien beraten, bei Familiengerichtsprozessen mitwirken und Kindeswohlgefährdungsmeldungen bearbeiten – das ist nur ein Teil meiner Aufgaben beim ASD. Dabei habe ich immer die gesamte Familie im Blick. Jeder Tag und jede Familie ist anders. Ich weiß nie, was mich erwartet, wenn ich zum Beispiel einen Hausbesuch mache.
Diese Abwechslung reizt mich sehr an meinem Job. Auch nach 30 Jahren gibt es immer noch neue Herausforderungen und wenn es dann gelingt, durch eine passgenaue Hilfe den jungen Menschen oder die Familie in ihrer Entwicklung zu unterstützen, hat sich der Einsatz für mich gelohnt.
Hallo, ich bin Jasmin Wulff!
Ich arbeite seit April 2023 beim Jugendamt im Bereich wirtschaftliche Jugendhilfe.
Wenn Eltern von Kindern und Jugendlichen oder junge Volljährige wenig Geld zur Verfügung haben, können wir in vielen Fällen helfen. Das bedeutet, wir übernehmen Kosten für ambulante Familienhilfen oder zum Beispiel Kosten für Kleidung und Taschengeld, wenn ein Kind im Heim lebt. Wir arbeiten dafür eng mit unseren Pädagog*innen aus dem Jugendamt zusammen, um zu beurteilen, wer welche Hilfe braucht.
An meiner Arbeit schätze ich besonders den Kontakt mit verschiedenen Menschen. Es ist schön zu sehen, wenn sich ein Kind positiv entwickelt und zum Beispiel trotz Schwierigkeiten und mangelnder Ressourcen seinen Schulabschluss schafft. Das freut mich immer sehr!
Hallo, ich heiße Pia Paweltzik. Ich arbeite seit zwei Jahren in der Fachstelle präventiver Kinderschutz. Im Jugendamt bin ich schon seit 2013.
Meine Aufgabe: Ich berate Institutionen, Träger und alle Menschen, die beruflich und ehrenamtlich mit Kindern in Kontakt stehen, in Kinderschutzfragen. Ich unterstütze bei der Einschätzung, ob es sich bei einer Vermutung wirklich um eine Kindeswohlgefährdung handelt.
Außerdem bin ich Netzwerkkoordinatorin im Kinderschutz – ich helfe dabei, eine gute Zusammenarbeit der Fachkräfte zu organisieren, damit bestmögliche Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen.
Ich möchte mit meiner Arbeit Handlungssicherheit vermitteln und Unsicherheiten nehmen. Denn Kinderschutz geht uns alle etwas an!
Und noch mehr Wissenswertes über unser Jugendamt
Jugendamt Herford unterstützt 800 Kinder mit Unterhaltsvorschussleistungen
Der Unterhaltsvorschuss ist eine staatliche Leistung für minderjährige Kinder von Alleinerziehenden.
Wenn Eltern sich trennen oder ein Elternteil von vornherein ein Kind alleine erzieht und der unterhaltspflichte Elternteil seinen finanziellen Beitrag nicht leistet, kann es finanziell schnell eng werden. Auf Alleinerziehende kommen dann viele Belastungen zu, die sie aber nicht allein stemmen können und auch nicht müssen. Zum Glück gibt es die staatlichen Unterhaltsvorschussleistungen für minderjährige Kinder.
Gegenwärtig unterstützt das Jugendamt der Stadt Herford rund 800 Kinder mit jährlich rund 3,1 Millionen Euro. Für ein Kind bis sechs Jahre werden bis zu 230 Euro monatlich an Unterhaltsvorschuss gezahlt, für ein Kind bis zwölf Jahre bis zu 301 Euro und für ein Kind bis 18 Jahre bis zu 395 Euro.
Nach dem Unterhaltsvorschussgesetz hat ein Kind Anspruch auf Leistungen, wenn es bei einem seiner Elternteile lebt, der ledig, verwitwet oder geschieden ist oder dauernd getrennt lebt und von dem anderen Elternteil keine oder keine ausreichenden Unterhaltszahlungen für das Kind erhält.
Bearbeitet wird der Unterhaltsvorschuss von Mitarbeitenden des Jugendamtes im Bereich der Jugendhilfe. Diese kümmern sich auch um den sogenannten Rückgriff. Ist der unterhaltspflichtige Elternteil ganz oder teilweise leistungsfähig, werden die von der Stadt im Voraus bezahlten Geldleistungen vom unterhaltspflichtigen Elternteil zurückgeholt.
Adoptionsvermittlung
Seit 2003 gibt es im Jugendamt der Hansestadt Herford die gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle der Jugendämter der Städte Bünde, Löhne, Herford, Porta Westfalica und des Kreises Herford. Hier sind wir Anlaufstelle für alle Eltern und Paare, die ein Kind abgeben oder aufnehmen möchten.
Bei uns treffen Freud und Leid aufeinander, hier werden Schicksale entschieden, die das Leben von Kindern, Müttern und Vätern komplett verändern. Da sind die Frauen, die ihr Kind zur Adoption freigeben und die, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Kind. Wir kümmern uns auch um Menschen, die ein Stiefkind oder ein Pflegekind adoptieren möchten. Und natürlich sind wir auch für die da, die selbst adoptiert wurden und nach ihren Wurzeln suchen.
Eine Adoption bedeutet, dass ein Kind vollständig in eine neue Familie und deren Verwandtschaftssystem integriert wird. Dadurch erlöschen alle familiären Verbindungen zur Herkunftsfamilie. Das Aufwachsen bei Adoptiveltern kann eine liebevolle Alternative für ein Kind sein, dessen leibliche Eltern aus gesundheitlichen, sozialen oder wirtschaftlichen Gründen die Elternrolle nicht selbst übernehmen können.
In unserer Arbeit begegnen wir ganz verschiedenen Menschen. Wir sind nicht parteiisch, sondern begleiten jede Seite vertraulich und wertschätzend.
Das bestmögliche Zuhause für ein Kind zu finden ist nicht einfach. Deshalb beraten und entscheiden wir diese Frage im Team. Es ist eine große Verantwortung, aber es gibt immer wieder diese wunderbaren Glücksmomente.
Seit Mai 2015 gibt es die Möglichkeit der "vertraulichen Geburt".
Bei einer vertraulichen Geburt können Sie Ihr Kind medizinisch sicher und diskret zur Welt bringen. Eine Beraterin, die an die gesetzliche Schweigepflicht gebunden ist, steht Ihnen vor und nach der Geburt zur Seite, wenn Sie es wünschen. Ihre Identität wird nur einmalig gegenüber der Beraterin preisgegeben, die Ihre persönlichen Daten sicher verwahrt. Mit 16 Jahren hat Ihr Kind dann die Möglichkeit, Ihre Identität und damit seine Herkunft zu erfahren.
Jugend-APP für Herforder Schülerinnen und Schüler
Es gibt eine neue Jugend-APP, die nach den Sommerferien auf den Schul-Tablets der Herforder Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse freigeschaltet wird. Dort finden die Jugendlichen Informationen zu Veranstaltungen und Aktivitäten in Herford. Nutzerinnen und Nutzer können Orte auf einem interaktiven Stadtplan erkunden, ihre Wünsche und Ideen einbringen sowie Informationen über ihre Rechte erhalten.
Außerdem finden sie Kontakte zu Beratungsstellen und Hilfsangeboten für verschiedene Anliegen.
Nach der Freischaltung wird die App kontinuierlich gepflegt und betreut. Alle Schulen erhalten dann weitere Informationen darüber, wie Schülerinnen und Schüler die App nutzen können. Ansprechpartnerinnen sind die Jugendpflegerinnen Lara Hildebrandt und Daniela Menke.
Die App wurde vom Schweizer Verein jugendarbeit.digital entwickelt und betrieben. Unterstützung erhalten sie von der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW, die Gemeinden, Träger und Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen begleitet.
Die Jugend-APP ist DSGVO-konform, sie erfüllt also die europäische Datenschutzgrundverordnung in Bezug auf den Umgang mit personenbezogenen Daten.