Aktuelle Situation ukrainischer Flüchtlinge in Herford
Herford, 06.04.2022. Seit Beginn des Krieges sind in Herford inzwischen 690 Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen (Stand 05.04.22).
Es handelt sich dabei um:
Unterbringung: Privat untergebracht sind zurzeit rund 500 Menschen, in ehemaligen Britenwohnungen, die sich im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) befinden, leben aktuell knapp 200 Personen. „Noch haben wir Wohnraum, ca. 112 Plätze, um die Schutzsuchende unterzubringen, aber da wir nicht wissen, wie sich der Zustrom der ukrainischen Flüchtlinge entwickelt, müssen wir vorbereitet sein. sagt Bürgermeister Tim Kähler, „deshalb richten wir jetzt als Zwischenlösung eine Wohncontaineranlage für rund 100 Menschen ein.“ Am Bildungscampus werden aktuell 54 Container aufgebaut. Die Container werden um den 15. April herum betriebsbereit sein. Sie bieten Platz für ca. 100 Flüchtlinge. Erfassung bei der Hansestadt HerfordDie städtische Ersterfassung per Terminvergabe (Hotline) läuft weiterhin in der Markthalle. Täglich werden bis zu 30 Termine vergeben. Warteschlangen von Geflüchteten können so vermieden werden. Nach der Ersterfassung haben die Geflüchteten Anspruch auf Leistungen der Stadt. Die rechtliche Grundlage für die Hilfeleistung ist das Asylbewerberleistungsgesetz, allerdings müssen die Menschen aus der Ukraine nicht das übliche Asylverfahren durchlaufen. Neben den Hilfeleistungen bekommen die Flüchtlingen eine so genannte Fiktionsbescheinigung, die ihnen einen 6-monatigen Aufenthalt mit Arbeitserlaubnis ermöglicht. Situation in den SchulenZurzeit sind knapp 200 ukrainische schulpflichtige Kinder und Jugendliche (6-18 Jahren) in Herford angekommen. Die Meldedaten werden an das Kommunale Integrationszentrum (KI) weitergeleitet, das Eltern und Kinder zum Beratungs- und Diagnosegespräch einlädt. Danach werden die Kinder durch das Schulamt des Kreises einer Schule zugewiesen. Bei Bedarf könnten weitere Willkommensklassen an anderen Standorten entstehen. Bezogen auf die weiterführenden Schulen gibt es an jedem Standort 1 bis 2 Sprachförder- bzw. Willkommensgruppen. Situation in den KitasBisher sind 56 ukrainische Kinder im Alter von 3-5 Jahren in Herford angekommen. Aufgrund der erlebten Fluchterfahrungen der Familien, sollte der Schwerpunkt gegenwärtig auf die Bildung von Eltern-Kind-Treffpunkten und/oder Spielgruppenangebote unter Anwesenheit der Eltern, überwiegend Mütter, gelegt werden. „Zurzeit werden Spielgruppen in einzelnen Sozialräumen wie der Nordstadt, im Bereich Birkenstraße und in der Innenstadt eingerichtet, in Verbindung mit Elterncafés“, berichtet Herford Beigeordneter Patrick Puls. Weiterhin wird mit den Kita-Trägern die zusätzliche Aufnahme von Kindern abgestimmt oder ggf. die Einrichtung von Übergangsgruppen. |
| 06.04.2022 |