Inhalt

Januar 2022

Das Timpkenfest in Enger

Neben den süßen Semmeln für die Kinder, nach denen das Timpkenfest benannt ist, gab es früher auch Hausmannsbrot und deftige Schweinewürste für Arme und Bedürftige: So steht es im Bericht des Engeraner Amtmanns von 1844. Das Timpkenfest, welches alljährlich zum Dreikönigstag in der Stiftskirche zu Enger gefeiert wird, war einst eine Armenspeisung, die der Sage nach von Widukind selbst veranlasst wurde und an den Sachsenherzog erinnern soll. Tatsächlich nachweisen lässt sich die Tradition bis ins 16. Jahrhundert. 

Das Timpken-Foto stammt aus der Sammlung des Pfarrers Gerhard Kenter, der von 1913 bis 1986 in Enger lebtet. Pfarrer Kenter war ein engagierter Familienforscher, der intensiv zu Höfen und Orten der Region forschte. Akribisch geordnet nach Ortsteilen und untergliedert nach den alten Hausnummern hat Kenter seine Forschungen genau dokumentiert.

In den letzten Wochen wurde die besondere Sammlung im Kommunalarchiv Herford in säurefreie Mappen umgeheftet und in der Archivsoftware erfasst, sodass die Ergebnisse nun für alle FamilienforscherInnen und Interessierte in Kürze auf https://www.archive.nrw.de/ recherchierbar sind.  

Abbildung: Kommunalarchiv Herford, K-FN Nr. 06