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Immision|Ozon

Schwellenwerte


Für die Ozonkonzentration gelten eine Informationsschwelle von 180 µg/m3 und eine Alarmschwelle von 240 µg/m3.
Zum Schutz der menschlichen Gesundheit wurde für das Jahr 2010 als Zielwert ein maximaler 8-Stunden-Wert von 120 µg/m3 festgelegt. Dieser darf an höchstens 25 Tagen pro Kalenderjahr überschritten werden.
Langfristiges Ziel bis 2020 ist ein maximaler 8-Stunden-Wert von 120 µg/m3 ohne zulässige Überschreitungen.

Link zur Seite des Bundesumweltamtes:

weitere Links zu den Ozonwerten:

Ozon

Ozon ist definiert als unbeständige, gasförmige Verbindung aus 3 Sauerstoffatomen. Es hat die chemische Summenformel O3. Ozon entsteht in der Atmosphäre in etwa 20 - 45 km durch kurzwellige Sonnenstrahlen.

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Es absorbiert den kurzwelligen Anteil der ultravioletten Strahlung im Sonnenlicht und schützt damit das Leben auf der Erde. Der Ozongürtel wird durch Treibgase (FCKW) z. Beispiel aus Spraydosen zerstört ("Ozonloch"). Es gelangt nur in Spuren durch atmosphärische Transportvorgänge in erdnahe Schichten. Bei starker Sonneneinstrahlung kommt es auch in der Atmosphäre durch luftchemische Reaktionen aus Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen zur Ozonbildung.Ozon hat einen typischen kräftigen Geruch und ist giftig. Schon geringe Konzentrationen bewirken eine starke Reizung der Schleimhäute und Störungen des Zentralnervensystems. Auch Pflanzen werden durch Ozon geschädigt.

http://www.umweltdatenbank.de

 

Feinstaub

Feinstaub oder PM10 sind kleinste Teilchen in der Luft mit einem Durchmesser unter 10 µm (das ist ein Hundertstel mm). Das Zeichen „µ“ steht für „mikro“ und bedeutet ein Millionstel (also 0,000 001 Gramm oder 0,000 001 Meter). Aufgrund ihrer geringen Größe dringen diese Partikel leicht bis in die Lungenbläschen ein und können gesundheitliche Auswirkungen haben, von Beeinträchtigungen der Atemwege bis hin zu Atemwegserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Problemen. Wichtige Quellen für Feinstaub sind Verbrennungsanlagen und der Straßenverkehr (vorrangig Dieselmotoren).

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Seit dem 1.1.2005 darf der Feinstaub in der Außenluft einen Tagesmittelwert von 50 µg/m³ nicht häufiger als 35 mal im Jahr überschreiten; der Grenzwert für das Jahresmittel beträgt 40 µg/m³ (Luftqualitätsrichtlinie der EU, 22. Bundesimmissionsschutzverordnung).

Hohen Belastungen treten in der Regel sehr kleinräumig, überwiegend in stark frequentierten und eng bebauten Straßen, sog. Straßenschluchten, auf. Um die Belastung der Luft zu ermitteln, kann ein sogenanntesLuftschadstoffscreening durchgeführt werden. Das Luftschadstoffscreening  ist auf die Feinstaub (PM10) und die Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft ausgerichtet.

Wer macht es?

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) überwacht in NRW die Immissionen der Luft mit mehreren aufeinander abgestimmten Messsystemen und Alarmdiensten.
Die nächsten Messstationen liegen in Bielefeld (Stapenhorststraße und Bielefeld-Ost). Messergebnisse von diesen Stationen sowie die Überschreitungshäufigkeiten des o.g. Tagesmittelwhttp://www.lanuv.nrw.de

 


 

Feinstaubmessungen

Wann wird eine Messung vorgenommen?

Entsprechend den Vorgaben der 39. Verordnung zum BImSchG werden in NRW systematische Ermittlungen von Luftverunreinigungen durchgeführt.

Das heutige Luftqualitäts-Überwachungssystem (LUQS) des Landes Nordrhein-Westfalen erfasst und untersucht die Konzentrationen verschiedener Schadstoffe in der Luft. Danach geht es um die großräumige Schadstoffbelastung in den Ballungsräumen, aber auch in Waldgebieten.

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Da aber nicht an allen Straßen gemessen werden kann, müssen die Straßenzüge herausgefiltert werden, an denen mit höchster Priorität gemessen werden muss, weil Grenzwertüberschreitungen wahrscheinlich sind. Hier greift ein vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW (MUNLV)  initiiertes Programm ein, das ein sog. Screeningmodell für die Städte und Kommunen bereitstellt. Das Screeningmodell ist ein Computerprogramm (IMMISLuft) das in der Lage ist, die Konzentration von Stickstoffdioxid und Feinstaub mit relativ geringem Aufwand rechnerisch zu ermitteln. Die Städte und Kommunen werden damit in die Lage versetzt, die Luftqualität an den verkehrlichen Belastungsschwerpunkten orientierend zu beurteilen sowie die Auswirkungen von Baumaßnahmen auf die Luftqualität abzuschätzen.

Die Berechnungsergebnisse der Städte und Kommunen werden über die gemeinsame Internet-Nutzung dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz zur Verfügung gestellt und zentral ausgewertet. Sie sind Grundlage der Messplanungen des Landes durch das LANUV. Somit ist gewährleistet, dass die Luftqualität an den potentiell zahlreichen Hotspots systematisch nach der Höhe der Belastung ermittelt und, falls nach den Ergebnissen weiterer Erhebungen (Messungen, genaue Modellrechnungen) notwendig, mit Hilfe von Luftreinhalte-und Aktionsplänen verbessert wird.

Herford nutzt schon seit einigen Jahren das Online- Screening-Programm vom LANUV. Im Rahmen der aktuellen Verkehrsbelastungen auf den Herforder Straßen sind Grenzwertüberschreitungen nicht wahrscheinlich.

Wie wird gemessen?

Zum Luftqualitäts-Überwachungssystem (LUQS) gehören sowohl kontinuierlich arbeitende Messeinrichtungen als auch diskontinuierliche Messungen an sowohl ortsfesten als auch mobilen Stationen. Darüber hinaus finden in ausgewählten Gebieten Staubniederschlagsmessungen statt.

Zeitlich befristete Messungen

Neben dem ortsfesten Messnetz zur Luftqualitätsüberwachung werden insbesondere an industrie- und verkehrsnahen Belastungsschwerpunkten zeitlich befristete Messungen durchgeführt.

Was kann jeder Einzelne tun?

Jeder kann vorbeugend etwas gegen Feinstaub unternehmen, z.B. Dieselmotoren nur mit Rußfilter betreiben, Autofahrten auf das Notwendigste reduzieren, Kamine und Osterfeuer (wenn überhaupt) nur mit trockenem Holz beschicken sowie Feuerwerkskörper zu Silvester (wenn überhaupt) nur in mäßiger Anzahl abbrennen. Die letztgenannten Empfehlungen gelten insbesondere für Inversions-Wetterlagen (z.B. in Nebelnächten). Übrigens: Die „dickste Luft“ herrscht oftmals in den eigenen vier Wänden, vor allem wenn dort geraucht wird! 

Allgemeine Informationen und bundesweite Daten zu Feinstaub bietet das Umweltbundesamt.

http://www.umweltbundesamt.de