Die Sportler/-innen duschen statt in der Sportstätte dann zu Hause. Wird der Gasverbrauch dadurch nicht einfach nur verschoben?
Die Warmwasserbereitung in den Schulen/Sportstätten muss durchgehend aktiv sein und bereitgestellt werden, damit nur wenigen Personen für kurze Zeit warmes Wasser zur Verfügung steht. Das zieht sehr viel Energie. Zu Hause wird deutlich weniger Gas für denselben Zweck verbraucht. Zudem wird die Warmwasserbereitung in den Privathaushalten aufrechterhalten werden, sodass insgesamt das Warmwasser doppelt vorgehalten würde.
Warum kann das Wasser zum Duschen nicht wenigstens lauwarm sein, statt ganz kalt?
Um eine Trinkwasseranlage bestimmungsgemäß nach den aktuellen Vorschriften zu betreiben, müssen bestimmte Mindest- bzw. Maximal-Temperaturen für Kalt- und Warmwasser nicht unter- bzw. überschritten werden.
Eine Absenkung der vorgeschriebenen Warmwasser-/Zirkulationstemperaturen (lauwarm) bzw. eine Erhöhung der Kaltwassertemperatur wäre hygienisch als bedenklich zu betrachten.
Warum kann die Temperatur in einzelnen Sporthallen, in denen wenig bewegungsintensive Sportarten oder »Barfuß-Sportarten« stattfinden, nicht höher sein als nur 15 Grad?
Das wäre nur möglich, wenn diese Sportarten in einer bestimmten Sporthalle konzentriert sind. Ein stundenweises Hoch- und Herunterregeln je nach Sportart ist nicht möglich. Zudem entstünden dann letztlich mehr Ausnahmen, als dass die Regel angewendet würde.
Wenn wir als Sportlerinnen und Sportler das Warmwasser nicht als Leistung in Anspruch nehmen können, können wir dann nicht auch die Vereinsbeiträge reduzieren?
Grundsätzlich zahlen die Vereine kein Geld für die Nutzung einer städtischen Sporthalle. Ein Anspruch auf warme Duschen besteht deshalb nicht. Wofür die Mitgliedsbeiträge erhoben werden, steht in den Satzungen der Vereine. Bitte wenden Sie sich mit dieser Frage deshalb direkt an Ihren Verein.
Wenn durch die Leitungen nur noch kaltes Wasser fließt, wie kann dann eine Verkeimung (Legionellen) verhindert werden?
Legionellen sind weitverbreitete Umweltkeime mit einem natürlichen Lebensraum in Oberflächengewässern, Grundwasser und von Menschen geschaffenen Wasserversorgungssystemen. Im kalten Wasser sind sie jedoch überwiegend in geringer Konzentration zu finden, es erfolgt in der Regel keine nennenswerte Vermehrung.
Um optimale Bedingungen einer exponentiellen Vermehrung bei ansteigenden Wassertemperaturen und entsprechendem Nährstoffangebot zu verhindern ist eine Temperaturhaltung des Kaltwassers sowie eine entsprechende Wasserbewegung wichtig.
Der regelmäßige Wasseraustausch mithilfe gebäudespezifischen Spülplänen, ist an allen Entnahmestellen der gesamten Trinkwasseranlage eine vorbeugende Maßnahme zur Reduzierung von Stagnation und Legionellenwachstum.
Ebenso werden regelmäßige mikrobiologische Kontrollen durch akkreditierte Fachlabore in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises Herford durchgeführt.