Ukraine-Flüchtlinge: Stadt verstärkt Kapazitäten
„Die schnelle Anmeldung ist wichtig, damit die Menschen die ihnen zustehenden finanziellen Leistungen bekommen sowie die Krankenscheine für ihre medizinische Versorgung“, sagt Patrick Puls, Herfords Beigeordneter für Bildung, Jugend und Soziales. „Das sind existenzielle Voraussetzungen. Jeden Tag kommen rund 50 weitere Flüchtlinge in Herford an. Damit jeder so schnell wie möglich einen Termin bekommt, haben wir das Personal jetzt verdoppelt.“
Die rechtliche Grundlage für die Hilfeleistung ist das Asylbewerberleistungsgesetz, allerdings müssen die Menschen aus der Ukraine nicht das übliche Asylverfahren durchlaufen. Neben den Hilfeleistungen bekommen die Flüchtlingen eine so genannte Fiktionsbescheinigung, die ihnen einen 6-monatigen Aufenthalt mit Arbeitserlaubnis ermöglicht.
Bei einem vereinbarten Termin zur Ersterfassung sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ausländerabteilung sowie des Sozialamtes gemeinsam vor Ort.
Ein Dolmetscher steht bei Bedarf zur Verfügung.
Mit den Personen, die kommunal untergebracht werden, wird bei Einzug direkt geklärt, wie deren finanzielle Situation ist.
„Nach wir vor werden die Einzelfälle je nach Notlage priorisiert“, erklärt Patrick Puls. „wir wollen helfen, möglichst unbürokratisch. Niemand, der bedürftig ist, wird zur Tafel geschickt. Wer sich bei uns anmeldet, bekommt finanzielle Mittel und kann davon auch Lebensmittel kaufen.“
Wer einen Pass hat, kann bei der Sparkasse Herford ein Konto eröffnen und dort die Devisen gebührenfrei umtauschen.
462 Personen aus der Ukraine sind inzwischen in Herford angekommen (Stand 16.03.2022), die bei Verwandten untergekommen sind oder in kommunalen Wohnungen.
Termine zur Ersterfassung können über die Hotline 05221 189 285 oder per Mail ukraine-aktuell@herford.de gemacht werden.