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Standort für Impfzentrum gefunden - Fertigstellung bis Mitte Dezember

Herford, 30.11.2020. Kreis Herford. Nun steht es fest: Das im Kreis Herford geplante Impfzentrum wird auf dem ehemaligen Gelände des Küchenherstellers Alno beziehungsweise dessen Tochter Wellmann in Enger eingerichtet. Alle notwendigen Beschlüsse zur Einrichtung des Impfzentrums werden am Mittwoch im Kreisausschuss getroffen.

Das Gelände liegt an der Grenze zwischen Enger und Hiddenhausen und somit relativ zentral im Kreisgebiet. Es verfügt über eine gute Verkehrsanbindung, bietet ausreichend Parkplätze und erfüllt darüber hinaus die räumlichen Anforderungen vom Land, um organisatorische Abläufe sicherzustellen.

Auf dem Gelände könnten bis zu 6.000 Quadratmeter Fläche angemietet werden. Geplant sind mehrere Impfbereiche, sogenannten Impfstraßen, in denen die Menschen geimpft werden. Im Gebäude können zudem die brandschutztechnischen Vorgaben problemlos erfüllt und die Einrichtung der IT-Infrastruktur gut umgesetzt werden.

 Der Kreis Herford befindet sich mit der Kassenärztlichen Vereinigung in einem engen Austausch, um weitere Details zu klären. Dabei geht es u.a. um die Anzahl an Impfungen pro Tag, die Öffnungszeiten oder auch die Art der Terminvergabe. Auch die Lagerung des Impfstoffes muss noch geklärt werden. Für die medizinische Betreuung wird die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe zuständig sein. Für die Organisation ist der Kreis verantwortlich.  Die Kosten für die Einrichtung des Impfzentrums übernehmen der Bund und das Land. Diese fallen beispielsweise für Personal, Logistik und Infrastruktur an.

Bis Mitte Dezember soll das Impfzentrum fertig sein. Doch wer kann sich zuerst impfen lassen? „Es gibt klare Vorgaben, welche Personengruppen bei der Impfung Vorrang haben“, erklärt Markus Altenhöner. Das lege die Ständige Impfkommission des RKI fest. Derzeit ist eine nationale Impfstrategie vorgesehen, die festlegt, dass besondere Risikogruppen wie Vorerkrankte oder Pflegebedürftige geimpft werden. Hier könnten mobile Teams zum Einsatz kommen, die fester Bestandteil der Impfzentren sein sollen. Danach sollen Personengruppen, die in kritischer Infrastruktur arbeiten, beispielsweise Ärzte, Rettungskräfte und Pflegepersonal eine Impfung bekommen. Im Anschluss die allgemeine Bevölkerung.