Stadt Herford startet Offensive gegen Problemimmobilien
Auch die Stadt Herford hat sogenannte Problemimmobilien und dagegen will sie nun mit einer neu eingerichteten Stabstelle in Person von Ronald Klink koordiniert vorgehen.
Ronald Klink soll leerstehende und verfallene Gebäude betreuen und Lösungen entwickeln, bis hin zu möglichen Zwangsabrissen. Neben der engen Abstimmung mit verschiedenen städtischen Abteilungen soll auch die Kooperation mit anderen Kommunen, in denen ähnliche Probleme bestehen intensiviert werden.
Besonders im Herforder Fokus steht aktuell zum Beispiel das ehemalige Fotogeschäft Ilsemann an der Rennstraße, das seit 2011 leer steht und zunehmend verfällt.
„Dieses Gebäude am Eingang zur Innenstadt ist ein Schandfleck. Wir dulden es nicht länger, dass einzelne Häuser das Stadtbild zerstören“, sagt Bürgermeister Tim Kähler.
Klink prüft derzeit, ob ein Zwangsabriss rechtlich durchsetzbar ist.
Insgesamt hat er 28 Problemimmobilien im Stadtgebiet identifiziert, viele davon innerhalb des Walls.
„Wir wollen nicht nur Druck auf Eigentümer ausüben, die ihre Immobilie verwahrlosen lassen, sondern auch Eigentümer unterstützen, die sich überfordert fühlen. Es gibt zum Beispiel Förderprogramme für Fassadenverschönerungen. Das wissen vielleicht nicht viele. Wir wollen darüber informieren. Bei allen städtischen Aktivitäten bleiben der Datenschutz und Eigentumsschutz selbstverständlich gewahrt“, so Ronald Klink.
Ronald Klink bringt Erfahrung aus der Wirtschaftsförderung und der Liegenschaftsverwaltung mit. Mit dem Projektleiter für Problemimmobilien setzt Herford ein klares Zeichen: Stadtentwicklung bedeutet nicht nur Neubau, sondern auch den Erhalt und die Wiederbelebung bestehender Gebäude.