Städtebauförderung NRW: 2,8 Millionen Euro für Herford
ISEK II – Innenstadtentwicklung geht weiter
Für die Maßnahmen im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts II (ISEK II) stellt das Land 2,3 Millionen Euro bereit. Damit werden zentrale Projekte in der Herforder Innenstadt umgesetzt, darunter:
- Neugestaltung des Rathausplatzes und seines Umfelds
- Umgestaltung des Alten Markts
- Erneuerung des südlichen Abschnitts des Pöppelmannwalls
- Neugestaltung der Spatzenwiese am Bergertorwehr
- Gestaltung der Freianlagen am Radewiger Wehr
Die Förderung ist Teil der Fortsetzungsfinanzierung für das ISEK II, dessen Gesamtvolumen 14,8 Millionen Euro beträgt. Davon übernimmt das Land 10,3 Millionen Euro (70 %), die Stadt Herford trägt 4,5 Millionen Euro bei.
Die Zuwendungsbescheide wurden am 18. August 2025 von Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies (Bezirksregierung Detmold) offiziell übergeben. „Die Förderung zielt auf lebendige Städte, also Maßnahmen, die der Verödung von Innenstädten entgegenwirken. Dafür setzen wir Mittel ein – und die geben wir gerne“, betonte Recklies.
ISEK III – Neues Projekt für den Bahnhofsbereich
Erstmals erhält Herford auch Fördermittel für ein weiteres Großprojekt: das ISEK III mit dem Schwerpunkt Bahnhofsumfeld. Das Land stellt hierfür zunächst 500.000 Euro zur Verfügung.
Zu den geplanten Maßnahmen gehören:
- Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und des städtebaulichen Umfelds
- Sanierung des Bahnhofsgebäudes
- Bau eines neuen Westausgangs am Güterbahnhof
- Realisierung des Bahnhofsdurchstichs
- Aufwertung der Grünräume am Städtischen Museum
Bürgermeister Tim Kähler unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Der Bahnhofsdurchstich Richtung Güterbahnhof ist längst überfällig. Heute ist der Bereich noch ein Angstraum – mit der Maßnahme steigern wir das Sicherheitsgefühl und machen das Gebiet attraktiver.“
Das ISEK III hat ein Gesamtvolumen von 19 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land 13,3 Millionen Euro (70 %), die Stadt trägt 5,7 Millionen Euro Eigenanteil. Ergänzende Maßnahmen wie die Neugestaltung des ZOB und der Bahnhofskreuzung werden über spezielle Förderprogramme zur Nahmobilität finanziert.
Städtebauförderung als gemeinsames Finanzierungsmodell
Die Städtebauförderung in NRW funktioniert nach einem klaren Prinzip: 70 % der Kosten trägt das Land, 30 % übernimmt die Stadt Herford. Durch diese enge Zusammenarbeit können auch in den kommenden Jahren bedeutende Stadtentwicklungsprojekte umgesetzt werden, die Herford noch attraktiver und lebenswerter machen.