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Saubere Sammlung Museumsteam auf der Suche nach Seife und Co.

Herford, 9. Juni 2020. Coronabedingt wird das Thema Hygiene derzeit ganz großgeschrieben. Keine öffentliche Toilette, auf der nicht ein Aushang mit Piktogrammen zeigt, wie man sich richtig die Hände wäscht. Oft findet sich neben den kleinen Bildchen zum Händewaschen zusätzlich die Aufforderung, Geschirr und Wäsche heiß zu waschen. All diese Hygienetipps brachten Museumspädagogin Sonja Voss und Museumsleiterin Sonja Langkafel auf die Idee, die Museumssammlung nach Objekten zum Thema Reinlichkeit zu durchsuchen. Einige ihrer Fundstücke sind jetzt vorübergehend in der Dauerausstellung des Museums zu sehen.

Ein Emailleschild mit dem Text „Vor Verlassen dieses Raumes stets Hände mit Seife waschen“ war früher in den Hoffmanns Stärkefabriken in Bad Salzuflen aufgehängt. „Man müsste nur ‚vor Verlassen‘ durch ‚vor Betreten‘ ersetzen und schon würde eine im Angesicht von Corona wichtige Hygieneregel wiedergegeben“, sagt Langkafel mit einem Augenzwinkern.

Historische Verpackungen, die Voss und Langkafel ausgesucht haben, geben Aufschluss über die Verfeinerung unserer Waschkultur. Mit einer kleinen, aber aufschlussreichen Sammlung aus einer Hiddenhausener Apotheke hat sich Sonja Voss besonders beschäftigt. „Es sind nur wenige Blätter, aber ihr Studium führte mich in die Zeit des Zweiten Weltkrieges und zu einem bekannten Wissenschaftler aus Herford“, beschreibt Voss ihre Arbeit.

Wer nach der langen Zeit des dauernden Hände-Waschens einfache Seife zu langweilig findet, kann sich in einem kleinen Video in der vorübergehenden Präsentation ansehen, wie sich aus einfacher Kernseife im Handumdrehen ein Stück Kräuter- oder Blütenseife machen lässt. Das Rezept gibt es zum Nachkneten gleich dazu.

Die interessanten Details zu Kernseife & Co. können die Besucher*innen von Mi bis So von 14 bis 18 Uhr im Museum am Deichtorwall erfahren.