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Einweihung der Gedenktafel an die Verfolgung der Sinti und Roma in Herford

Herford, 02.08.2021. Heute wurde am Herforder Rathaus die Gedenktafel zur Erinnerung an die Verfolgung der Herforder Sinti und Roma der Öffentlichkeit übergeben. Sie befindet sich am Sockel des Rathauses links neben der Haupttreppe.

Nach der Begrüßung durch Tim Kähler (Bürgermeister) folgten Grußworte von Stefan Schwartze, MdB und von Oswald Marschall (SintiRoma Minden, für Zentralrat Deutscher Sinti und Roma). Anschließend gab Gisela Küster (Vorsitzende des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V.) einen kurzen, erschütternden Einblick in die Schicksale der Sinti und Roma in Herford. Untermalt wurde die Veranstaltung durch Musik von Django Reinhardt.

Der Tafeltext unter den Worten „Deutschland war für mich immer Heimat, bedeutete aber auch immer Angst“ stammt vom Sinto Alfred Lessing, der seine Kindheit in Herford verbrachte.

Roma und Sinti – im Volksmund als „Zigeuner“ bezeichnet – leben seit einigen hundert Jahren in Herford. In den Jahren 1933 bis 1945 unterlagen sie besonderer Verfolgung. Betroffen waren hier etwa 17 Familien. Mindestens zehn Sinti und Roma aus Herford wurden in den KZs ermordet. Eine Entschädigung wurde ihnen nach 1945 mit der Begründung, dass sie nicht aus rassistischen, sondern aus asozialen Gründen diskriminiert worden waren, verweigert.

Ein QR-Code auf der Tafel gibt weitere Informationen. Diese können auch unter folgendem Link abgerufen werden:

www.zellentrakt.de/sinti-und-roma