Februar 2021
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Richtfest mit Richtschmaus: Der Neubau des Dreisbachhauses am Lübbertor
Am 6. September 1963 hob der Richtkran um halb fünf am Nachmittag den Richtkranz über den sog. Dreisbach-Neubau am Lübbertor. Frau Dreisbach war die Bauherrin, die Familie betrieb eine Gastwirtschaft und ein Lebensmittelgeschäft. Schon 1938 hatten die Planungen für einen Neubau zwischen der Firma Dreisbach und der Stadt am zu eng gewordenen Lübbertor begonnen. 1963 war es dann endlich soweit und der fertige Rohbau der modernen Skelettkonstruktion konnte gefeiert werden. Dem Herforder Architekten Dipl. Ing. Fritz Schuld wurde als „Tempo-Macher“ des Baus der Richtspruch gewidmet:
"Herr Schuld ist immer schrecklich schnelle,
es gibt bei ihm kein Treten auf der Stelle.
Darum heißt er bei uns, es ist kein Witz,
nicht der alte, sondern der schnelle Fritz."
Der feierliche Richtschmaus fand im mittlerweile abgerissenen alten Dreisbachhaus bei Bier und geschmierten Broten statt. Einer der ersten Mieter war Schlachtermeister Hans Reckendorf, der im Gebäude eine Würstchenbude betrieb. Viele Herforder erinnern sich noch an die Bratwurstbude.
Im Jahr 2019 brannte das stadtbildprägende Hochhaus weitgehend aus und wird zurzeit saniert.
Foto: Richtfest des Stahlskelett-Hochhauses am Lübbertor am 6. September 1963, Kommunalarchiv / Fotosammlung Georg Heese