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Archäologische Lehrgrabung und Planungsfortschritt am Janup

Herford, Die Hansestadt Herford treibt die städtebauliche Entwicklung rund um den Janup konsequent voran. Dabei spielt der respektvolle Umgang mit dem historischen Erbe eine zentrale Rolle: Auf den Flächen zwischen Janup, Kirchgasse und Löhrstraße wurden bereits in den Jahren 2023 und 2024 drei Teilflächen des vorhandenen Bodendenkmals durch archäologische Fachfirmen untersucht.

Ab dem 28. Juli 2025 folgt nun die archäologische Untersuchung einer vierten Fläche. Besonderheit: Die Maßnahme wird als Lehrgrabung in Kooperation mit der Universität Münster, Abteilung für Ur- und Frühzeitgeschichtliche Archäologie, durchgeführt. Ein Team von bis zu 13 Studierenden wird ein rund 600 Quadratmeter großes Areal systematisch freilegen und dokumentieren. Ermöglicht wird diese praxisnahe Ausbildung durch die Unterstützung der LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Bielefeld, die sowohl die fachliche Betreuung als auch die Grabungsleitung übernimmt.

Zur Vorbereitung der Grabung lässt die Hansestadt Herford ab Mitte dieser Woche erste Erdarbeiten vornehmen. Dabei wird mit einem Bagger eine circa 50 Zentimeter starke Schotterschicht abgetragen, um die darunterliegenden Befunde zugänglich zu machen. Anschließend wird die Grabung voraussichtlich etwa sechs Wochen dauern.

Parallel zu den archäologischen Arbeiten wird die planerische Zukunft des Quartiers vorangetrieben. Zusammen mit dem Büro „asp Architekten“ sowie „Treibhaus Landschaftsarchitektur“ entwickelt die Stadt derzeit den Entwurf für die zukünftige Bebauung und Gestaltung. Die Bürogemeinschaft hatte den städtebaulichen Wettbewerb für die Flächenentwicklung im Bereich Janup gewonnen und wurde im Anschluss mit der Erarbeitung eines städtebaulichen und freiraumplanerischen Entwurfs beauftragt.